Smartphones machen die Biege: Das sind die Mobilfunk-Trends des Jahres 2019

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von Thomas Rocho / dpa

Ohne Smartphone geht heute nichts mehr. Ob clevere Kameras, Gestensteuerung ohne Berührung oder Kino-Displays: Spannende neue Mobilgeräte und Zukunftstechnologien zeigen die Hersteller auf dem Mobile World Congress (MWC). Mindestens eine davon können Nutzer noch 2019 in den Händen halten – und auch noch falten.

Bei der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona, die vergangene Woche zu Ende gegangen ist, hat in diesem Jahr eine Smartphone-Innovation die nächste gejagt. Mehr noch: Mit Falt-Displays und 5G sind darunter zwei Technologien, die ein ganz neues Smartphone-Kapitel aufschlagen und nun zum Sprung in den Markt ansetzen. Ein Überblick über die wichtigsten Mobilfunk-Trends des Jahres.

Falt-Smartphones

Smartphones mit biegsamen Displays sind ein echter Hingucker. Aufgeklappt bieten die sogenannten Foldables so viel Displayfläche wie ein Tablet – mit allen Vorteilen beim Surfen, Filmeschauen und Arbeiten an Dokumenten oder mit mehreren Apps gleichzeitig. Zusammengeklappt lassen sie sich aber auch einhändig nutzen oder einfach wie gewohnt in der Tasche verstauen. So viel Flexibilität hat allerdings seinen Preis: Ganze 2300 Euro ruft Huawei für sein ab Mitte des Jahres erhältliches Foldable Mate X auf.

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Neue Technik, teure Technik: Ganze 2300 Euro ruft Huawei für sein ab Mitte des Jahres erhältliches Foldable Mate X auf. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Dafür bietet das aufgeklappt 5,4 Millimeter dünne Gerät nicht nur ein 8 Zoll großes Display, sondern unterstützt auch schon den neuen Mobilfunk-Standard 5G. Nach dem Zusammenfalten ist das Gerät 11 Millimeter dick, das Display liegt außen und ist auf der einen Seite 6,6 und auf der anderen 6,38 Zoll groß. Eine kombinierte Haupt- und Frontkamera ist mit anderer Hardware und Anschlüssen in einer kleinen Wulst untergebracht, die nach dem Aufklappen einen guten Griff bietet. Eine Schutzhülle für die außen liegende Displayfläche hat Huawei gleich mitentwickelt.

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Handy oder Tablet? Huawei vereint beim Mate X beides in einem. Aufgeklappt bietet das Gerät ein 8 Zoll großes Display und unterstützt schon den neuen Mobilfunk-Standard 5G. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

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Anders geht Samsung vor: Beim Galaxy Fold (2000 Euro, ab Mai) liegt das aufgeklappt 7,3 Zoll große Display nach dem Zusammenfalten geschützt innen. Außen muss dann ein 4,6 Zoll kleines Display genügen. Samsung verspricht für das Foldable volles Multitasking mit bis zu drei Apps. Letztere werden nach dem Auf- oder Zuklappen automatisch so angeordnet, wie sie zuletzt verwendet wurden.

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Handy und Tablet in einem: Das Galaxy Fold (2000 Euro, ab Mai) soll Multitasking mit bis zu drei Apps bieten. Foto: Samsung/dpa-tmn

Im Vergleich zum im Oktober 2018 vorgestellten Flexpai von Royole, das in China bereits verkauft wird und nun für andere Märkte überarbeitet werden soll, haben die Foldables von Samsung und Huawei an der Scharnierseite keine auffällige Lücke mehr. Die beiden Gerätehälften liegen zusammengeklappt quasi plan aufeinander.

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Biegsam: Das Flexpai von Royole wurde bereits im Oktober 2018 vorgestellt und soll nun für andere Märkte überarbeitet werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Die Multitasking-Vorteile einer großen Displayfläche versucht LG günstiger und mit weniger Aufwand zu erreichen: An das neu vorgestellte V50 Thinq 5G lässt sich einfach ein zweites Display andocken und unabhängig vom ersten betreiben. So können Nutzer das erste Fenster fürs Gaming oder zum Surfen nutzen und im anderen Display Mails schreiben. Preise und Marktstart stehen noch nicht fest.

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Nimm zwei: An das V50 Thinq 5G von LG lässt sich ein zweites Display andocken und unabhängig vom ersten betreiben – etwa für mehr Platz beim Gaming. Foto: LG/dpa-tmn

Kamera-Künstler

Dreifach-Kameras mit Normal-, Weitwinkel- und Tele-Optik sind längst Standard bei vielen Smartphones der oberen Preisklasse. Nokia setzt beim neuen Flaggschiff noch einen drauf – oder besser gesagt zwei. Die Hauptkamera des Nokia 9 Pureview (650 Euro, ab März) kommt auf fünf Linsen mit verschiedenen Brennweiten, die auf der Rückseite mit dem LED-Blitz und einem Infrarot-Tiefensensor in Duschkopf-Optik angeordnet sind. Nur zwei der Kameras nehmen Farbbilder auf, die drei anderen arbeiten monochrom.

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Duschkopf-Optik: Das Nokia 9 Pure View (650 Euro, ab März) hat gleich fünf Kameralinsen mit verschiedenen Brennweiten. Hinzu kommen ein LED-Blitz und ein Infrarot-Tiefensensor. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Das finale, 12 Megapixel (MP) große Foto entsteht erst, indem mehrere, sich teils überlagernde HDR-Aufnahmen zusammengerechnet werden. Mit diesem zusammen speichert die Kamera eine Tiefenkarte, mit deren Hilfe und einer App sich die Tiefenschärfe im Nachhinein beliebig ändern lässt. Mit so einem Post Processing lassen sich nicht nur hochauflösende Fotos hoher Qualität und Tiefenschärfe auch bei schlechten Lichtverhältnissen erzielen. Nutzer können Motive ganz ohne komplexe Zoom-Optik näher heranholen. Das sogenannte Croppen funktioniert beim Nokia 9 bis zur fünffachen Vergrößerung ohne Qualitätsverlust.

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Für Fotofans: Beim Nokia 9 Pureview werden für das finale Bild mehrere, sich teils überlagernde HDR-Aufnahmen zusammengerechnet. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Aber auch die Entwicklung ohne Software-Kniffe geht weiter: In einem noch namenlosen Gerät hat der chinesische Hersteller Oppo eine Kamera mit zehnfachem optischem Zoom vorgestellt, die trotzdem in ein Gehäuse passt, das keine sieben Millimeter dick ist. Das funktioniert nur über ein aufwendiges Linsensystem, das vertikal verbaut wird – und die Unterstützung von zwei weiteren verbauten Kameras.

Eine Infrarotkamera, die nicht in erster Linie bei Fotos assistiert, hat LG auf der Front seines neuen Top-Smartphones LG G8 Thinq integriert. Ihre Tiefenmessungen ermöglichen nicht nur berührungsloses Entsperren via Handvenenerkennung (Hand-ID). Der Nutzer kann auch mit Handgesten über dem Gerät Smartphonefunktionen steuern, ohne das Display zu berühren (Air Motion) – etwa Apps aufrufen, die Lautstärke regeln oder Screenshots machen.

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Kann aus der Hand lesen: Das G8 ThinQ von LG hat eine Infrarotkamera, die berührungsloses Entsperren via Handvenenerkennung (Hand-ID) ermöglicht. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Display-Design

Smartphones werden immer randloser, das Verhältnis von Display zur Oberfläche der vorderen Geräteseite wächst also. Es liegt meist irgendwo zwischen 18:9 und 19,9:9. Das sieht gut aus, erhöht die nutzbare Displayfläche, und auch Geräte mit Displays von 6 Zoll oder darüber fallen so nicht mehr unbotmäßig groß aus.

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Großes Kino: Das Xperia 10 und 10 Plus (hier im Bild) von Sony sind im länglichen 21:9-Format gehalten. Cineasten werden damit von den schwarzen Balken beim Filmeschauen befreit. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Sony geht bei seinem neuen Flaggschiff Xperia 1 mit 6,5 Zoll großem 4K-OLED-HDR-Display (950 Euro, ab Juni) ganz neue Wege: Die Japaner wählen auch für die neu vorgestellten und ab sofort verfügbaren Mittelklasse-Modelle Xperia 10 (350 Euro) und Xperia 10 Plus (430 Euro) das längliche 21:9-Format, das Kino-Format. Cineasten werden damit von den schwarzen Balken beim Filmeschauen befreit.

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Samsung bringt sein neues Spitzenmodell Galaxy S10 in den drei Modell-Varianten S10e, S10 und S10+ (l-r) auf den Markt – die Frontkamera ist dabei in einer Aussparung oben rechts im Display untergebracht. Foto: Andrej Sokolow/dpa-tmn

Schrumpft oben der Rand, fehlt am Ende aber auch der Platz für Frontkamera oder Sensoren. Längliche oder auch runde Aussparungen (Notches) in der oberen Displaymitte sind eine Antwort darauf. Aber auch oben im Display ausgestanzte Löcher für die Frontkamera – wie etwa bei den Galaxy-S10-Modellen von Samsung. Eine dritte und vierte Option sind Pop-up-Frontkameras wie im Archos Diamond (370 Euro) und Slider-Mechanismen wie beim Xiaomi Mi Mix 3 5G (600 Euro, ab Mai).

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Display ohne Ende: Der Trend geht zu möglichst randlosen Smartphones – Archos löst das beim Diamond 1 mit einer Pop-up-Kamera. Foto: Archos/dpa-tmn

5G

Die nächste Mobilfunkgeneration soll im Vergleich zu 4G (LTE) bis zu 100 Mal höhere Downloadraten und drastisch reduzierte Signallaufzeiten bieten, so dass der Nutzer keine Verzögerung mehr wahrnimmt, beispielsweise beim mobilen Spielen. 2019 werden schon die ersten 5G-fähigen Smartphones in Deutschland verkauft, lange bevor es fertige Netze, geschweige denn Tarife für 5G gibt.

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Bereit für den superschnellen Datenfunk: Das S10 5G von Samsung ist schon für die nächste Mobilfunkgeneration ausgelegt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Dazu gehört etwa besagtes Slider-Modell von Xiaomi, das Huawei-Foldable oder auch das Samsung Galaxy S10 5G zu einem noch nicht genannten Preis. Der Marktforscher Gartner erwartet, dass hierzulande erst 2026 eine 90-prozentige 5G-Abdeckung erreicht wird. Bis dahin werden die meisten Verbraucher noch LTE-Netze (4G) nutzen.

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