Facebook: Verfolgung blockieren, Alternativen nutzen

Kauf Hier - Das Blog | Facebook: Verfolgung blockieren, Alternativen nutzen

von Thomas Rocho / dpa

Das Bundeskartellamt hat Facebook das Sammeln von Daten auf fremden Seiten untersagt. Doch weil der Konzern sich dagegen rechtlich wehren will, ist eine Ende der Sammelei noch nicht absehbar. Dabei kann jeder das Heft beim Datenschutz einfach selbst in die Hand nehmen.

„Tracker“ verfolgen Nutzerverhalten

Den „Gefällt-mir“-Button auf Webseiten kennt fast jeder. Der Auswertungsdienst Analytics dürfte schon weniger bekannt sein. Doch beides sind Beispiele für die „Tracker“ genannten Instrumente, mit denen Facebook das Verhalten von Nutzern auf fremden Webseiten verfolgt und Daten sammelt.

Facebook: Verfolgung blockieren, Alternativen nutzen - Umfrageergebnis (Statista)

Die meisten Deutschen versuchen über Apps und Privatsphäreneinstellungen ihre Daten im Netz zu schützen. Quelle: Statista

Die Verfolgung lässt sich verhindern

Wer verhindern möchte, dass er von Facebook – und anderen Dritten – auf seinem Weg durchs Netz beobachtet wird („Tracking“), kann zum Beispiel den „Privacy Badger“ nutzen. Die Browser-Erweiterung der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF), ein sogenanntes „Add-on“, ist für die Browser Chrome, Opera und Firefox verfügbar – bei letzterem auch für Android-Smartphones und -Tablets.

Die aktuellen Angebote auf Kauf Hier

Zusätzliche Tools bringen weitere Funktionen

Kern der Entscheidung des Kartellamts ist das Verbot, auf fremden Webseiten gesammelte Daten mit Informationen zusammenzuführen, die von Nutzern auf der Facebook-Plattform erhoben werden. Um das zu verhindern, können Facebook-User zusätzlich zu Tools wie dem Privacy Badger die Firefox-Erweiterung „Facebook Container“ nutzen.

Das Add-on soll die Netzwerk-Nutzung angemeldeter Mitglieder isolieren, ohne die Funktionsfähigkeit von Facebook einzuschränken. Natürlich kann Container nicht beeinflussen, welche Daten Facebook von eingeloggten Mitgliedern erhebt. Diese Daten sind bisher auch ausdrücklich nicht Gegenstand der Untersuchung des Kartellamts.

Darüber hinaus bieten aber auch andere Add-ons wie der Werbeblocker „uBlock“ (Firefox, Chrome, Safari) das datenschutzorientierte „Ghostery“ (Chrome, Firefox, Opera, Edge) Schutz vor Verfolgung und mehr.

Auch zu WhatsApp gibt es Alternativen

Das Bundeskartellamt zählt zu den „Drittquellen“ für die Daten allerdings auch zu Facebook gehörende Dienste wie WhatsApp oder Instagram. Beide plant das Unternehmen aktuell mit seinem Messenger auf eine gemeinsame technische Plattform umzusiedeln.

Aber auch bei Messenger-Apps muss schon jetzt niemand das Sammeln und Auswerten von Nutzer- oder Kommunikations-Metadaten tolerieren: Es gibt viele quelloffene Messenger mit einem pfleglichen Nutzerdaten-Umgang. Diese lassen sich auch problemlos parallel ausprobieren oder nutzen – etwa wenn sich im Familien- oder Freundeskreis noch kein eindeutiger Trend zur Nutzung eines alternativen Messengers abzeichnet. WhatsApp- oder Facebook-Messenger-Alternativen sind etwa die Apps Signal, Threema oder Wire, die alle mindestens als Android- und iOS-App sowie als Desktop-Anwendung verfügbar sind.

zurück zur Übersicht

weitere Artikel

mehr von unseren Bloggern