Ruhe-Reisen schlägt Alarm

Nach den Worten von Willi Zervas, Betriebs- und Büroleiter von Ruhe-Reisen, drohen durch eine geplante EU-Gesetzgebung einschränkende Regelungen etwa bei den Lenk- und Ruhezeiten sowie ein überbordender Bürokratismus. Das könne dazu führen, „dass die klein- und mittelständische Reisebusbranche unter die Räder kommt“, so Zervas. „Ich wende mich an Sie, weil ich nicht mehr weiter weiß“, schreibt Zervas an die Abgeordneten.

Aktuelle Angebote von Ruhe Reisen:

Als mittelständischer Reisebusunternehmer, der Fahrgäste durch ganz Europa befördere, sei er immer „ein Freund der europäischen Idee“ gewesen, schreibt Zervas. Er habe stets „mit viel Hoffnung auf die Straßenverkehrsinitiativen der EU-Kommission geblickt“.

Doch nun habe sich eine veränderte Situation ergeben: Durch die geplanten Änderungen etwa hinsichtlich von Pausen, Ruhe- und Schichtzeiten für die Reisebusfahrer, so der Chef von Ruhe Reisen, würden für den Lkw-Verkehr bestimmte und auch sinnvolle Regelungen dem Personenverkehr „übergestülpt, obwohl sie an vielen Stellen nicht passen“.

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„Fallen Interessengruppen zum Opfer“

Zervas weiter: „Damit werden wir Reisebusunternehmer für die teilweise katastrophalen Zustände im Güterverkehr – nomadisierende Fahrer, die auf überfüllten Rastplätzen ihre wöchentliche Ruhezeit in der Fahrerkabine verbringen müssen – mitbestraft.“ Die Reisbusbranche drohe „dem Populismus bestimmter Interessengruppen zum Opfer zu fallen“.

Der Betriebs- und Büroleiter weiter: „Die Anwendung der vorgeschlagenen Regelungen auf touristische Rundreisen würde die vielen in diesem Bereich engagierten kleinen und mittelständischen Busunternehmen massiv in ihrer Arbeit behindern und letztendlich zu Marktaustritten mit der Folge des Verlustes von Arbeitsplätzen und einer Verkleinerung des Angebots zulasten der Verbraucher führen.“

Darüber hinaus drohen laut Zervas zusätzliche Auflagen, etwa Dokumentationspflichten. „Wenn hier nicht Abhilfe geschaffen wird und das Brüsseler Bürokratiemonster weiter ungehindert wächst, kommt die klein- und mittelständische Reisebusbranche unter die Räder“, warnt der Chef von Ruhe-Reisen.

Zervas appelliert an die Europaabgeordneten, „dem Reisebus, seinen jährlich 5,6 Milliarden Fahrgästen und seinen 100 000 Fahrern endlich die eigenständigen, passgenauen Regelungen zu geben, die sie verdienen“. Das EU-Parlament wird im Juli über neue Regelungen für die Reisebusbranche beraten. ssr

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