Spannende Duelle mit der gewissen Schärfe

Kauf Hier - Das Blog | Fernseher und Beamer

von Thomas Rocho

Zur Fußball-Weltmeisterschaft boomt das TV-Geschäft – ein kleiner Einblick in die Welt der Fernseher und Beamer.

Kurz vor seinem (diesmal endgültigen?) Karriereende als Trainer musste sich Jupp Heynckes bereits eingestehen, dass er auch danach nicht die Augen vom Fußball lassen können wird. „Wenn die WM ist, die Nationalmannschaft spielt und Spieler von mir dabei sind, ist es klar, dass ich vor dem Fernseher sitze“, sagte der zu dieser Zeit scheidende Bayern-Coach Mitte Mai in München auf die Frage, ob er sich nach der Saison erstmal eine Auszeit vom Fußball gönnen oder sich die WM-Spiele im Fernsehen ansehen werde. Wenn auch „ohne Bier, Chips oder einem Glas Wein, sondern mit einem stillen Wasser“.

Die Qual der Wahl haben die Kunden bei der großen Produktpalette beim Fachhändler. (Foto: dpa)

Gut gerüstet in die Fußball-Weltmeisterschaft

In zwei Wochen, am 14. Juni, geht es los; am 15. Juli entscheidet sich, wer den WM-Titel holt. Die wenigsten von uns werden die Spiele der deutschen Nationalmannschaft (oder natürlich eines anderen Favoriten der Wahl) vor Ort in Moskau, Kaliningrad oder Sankt Petersburg verfolgen, sondern es Don Jupp gleichtun – wenngleich die meisten wohl nicht Gefahr laufen, wie er gleich ins Stille-Wasser-Extrem abzugleiten.

 Im Bereich der LED-Fernseher gelten derzeit OLED- oder QLED-Displays als das höchste der Gefühle.

Die bevorstehende WM-Zeit dürfte auch die Schaumburger Elektronikhändler in Vorfreude versetzen. Viele TV-Zuschauer nutzen die Gelegenheit für ein Upgrade ihrer Geräte. Im Juni vor vier Jahren stiegen die Fernseh-Verkaufszahlen vor allem wegen des Turniers in Brasilien um satte 41 Prozent im Vergleich zum WM-freien Vorjahr. Stellt sich nur die Frage: Was ist beim Fernseherkauf besonders zu beachten? Oder sollte ich nicht gleich zum Beamer greifen?

Als höchstes der Gefühle im Bereich der LED-Fernseher gelten derzeit OLED- oder QLED-Displays, die sich untereinander vor allem in ihrer Farbdarstellung unterscheiden – Topmodelle gehen naturgemäß auch (noch) mit einem entsprechenden Preis einher. Hinsichtlich der Auflösung ist für das menschliche Auge der Unterschied zwischen UHD beziehungsweise 4k und Full HD nur schwer zu erkennen. Erstgenannte eignen sich kurz gesagt besonders bei einem relativ geringen Sitzabstand zum TV-Gerät. Derzeit strahlt allerdings fast kein „normaler“ deutscher TV-Sender in UHD-Auflösung aus – im Rahmen der WM zum Beispiel tut das nur Sky, und das auch nur vereinzelt. Wer seinen Fernseher über die WM hinaus aber gerne zum Schauen von Blurays oder Ähnlichem nutzt, wird an der höheren Auflösung aber sicher seine Freude haben. Für besonders satte Kontraste und damit ein lebendigeres Bild sorgen derweil Techniken wie HDR und Dolby Vision, aber auch hier spielen viele unterschiedliche, individuelle Faktoren eine Rolle.

Mit einem ordentlichen Beamer kommt fast echtes Stadionfeeling auf.

Zum Thema Beamer: Gute Geräte gibt es schon für um die 400 Euro. Und die Projektoren sind inzwischen weit entwickelt. Dabei muss es kein Gerät mit UHD-Auflösung sein, unterm Strich seien die Unterschiede zu den viel günstigeren Full-HD-Beamern aber recht gering, so die Stiftung Warentest. Wunder vollbringen aber selbst die besten Beamer nicht: Auch die hellsten Geräte können bei Tageslicht kein kontrastreiches Bild auf die Leinwand bringen. Während ein Fernseher, um Schwarz darzustellen, einzelne Pixel ganz abschalten kann, wirft die Leinwand auch dann Licht zurück, wenn sie Schwarz wiedergeben soll. Fußballfans nervt das besonders dann, wenn Rasen im Schatten ist oder man die Farbe dunkler Trikots kaum erkennen kann.

Weil gerade bei schönem Wetter niemand gerne mit dem Beamer in einen abgedunkelten Raum umziehen wollen wird, empfiehlt sich als Backup-Lösung zum Fußballgucken am Nachmittag eine Zwischenlösung: ein Fernseher, den man herausstellen kann. Dann gibt es zwar nicht mehr die enorme Bilddiagonale vom Beamer, aber immerhin genug Leuchtkraft für draußen und einen guten Kontrast.

Als Alternative zu einem abgedunkeltem Raum mit Beamer, empfiehlt sich den etwas kleineren Fernseher in den heimischen Garten zu stellen.

Fans können übrigens jedes WM-Spiel live sehen. ARD und ZDF decken zusammen alle 64 Spiele der Endrunde ab. Bei Sky sind 25 Partien zu sehen, darunter das Eröffnungsspiel, zwei Halbfinals und das Finale in Moskau. Die ARD steigt mit dem Eröffnungsspiel Russland gegen Saudi-Arabien ein, das Tom Bartels kommentiert. Bartels ist auch beim ersten deutschen ARD-Spiel gegen Schweden am 23. Juni am Mikrofon. Das ZDF zeigt die Duelle des DFB-Teams mit Mexiko (17. Juni, Kommentator Oliver Schmidt) und Südkorea (27. Juni, Kommentator Bela Réthy). In der K.o.-Phase überträgt das Erste ein mögliches Achtel- und Halbfinale, das Zweite ein mögliches Viertelfinale sowie das Endspiel am 15. Juli (17 Uhr).

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