Generationenfreundliches Einkaufen in Stadthagen

Nachdem 2012 sogar 29 Händler mit dem „Generationenfreundlichen Einkaufen“ zertifiziert wurden, haben sich jetzt sechs Geschäftsinhaber erneut testen lassen – und das Zertifikat erhalten. Neu dabei ist das Geschäft „Tröpfchen und Co“. Gestern überreichten die Wirtschaftsförderer Kathrin Beck und Lars Masurek die Urkunden des Handelsverbands Deutschland.

„Uns ist es einfach wichtig, dass sich auch ältere Menschen in unserem Geschäft wohlfühlen und auch mit einem Rollator genug Platz haben“, sagt Brigitte Rother-Treetz, Inhaberin von „Die Zwei – Ihr Modeteam“. Aus diesem Grund habe sie sich schon 2012 für eine Zertifizierung entschieden und habe sich nun rezertifizieren lassen. Man müsse darauf achten, dass die Kunden ohne Probleme das Geschäft erreichen können. Um das gewährleisten zu können, habe sie beispielsweise vor einiger Zeit einen Griff an der Außenwand ihres Geschäfts anbringen lassen.

Karl-Heinz Hansing (von rechts), Marco Dietze, Günter Raabe, Lars Masurek, Brigitte Rother-Treetz, Bettina Dehne und Dagmar Kopper präsentieren die Urkunden. (Foto: jemi)

Die Mitglieder des Seniorenbeirats wiederum hatten sich schulen lassen, um die Tests in den Geschäften durchführen zu können. „Wir wollen es den Menschen in unserer Stadt leichter machen, in den Geschäften einzukaufen“, sagt Karl-Heinz Hansing vom Seniorenbeirat. Es gehe darum, den Händlern Tipps an die Hand zu geben, um die Nöte der Kunden besser verstehen zu können. „Diese Anregungen können meistens ohne großen finanziellen Aufwand erledigt werden.“

Auch Günter Raabe, Vorsitzender des Stadtmarketings, findet die Zertifizierung „Generationenfreundliches Einkaufen“ ein positives Signal der Einzelhändler an die Kunden. Lars Masurek erklärte, dass der Handel zum einen auf den demografischen Wandel reagieren müsse. Zum anderen komme auf die Geschäfte in der Innenstadt immer stärker die Herausforderung zu, sich dem Internethandel zu stellen.

„Vor Ort haben die Geschäftsinhaber die Möglichkeit, mit Freundlichkeit und individuell auf die Kunden zu reagieren“, meint der Wirtschaftsförderer. Mit Service und Qualität könne der Einzelhandel punkten. Ein Zertifikat bestätige und unterstreiche diese Bemühungen und sei ein „kleiner Baustein“ im Kampf gegen das Internet.

Mit dem Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ werden seit 2010 Einzelhandelsgeschäfte in ganz Deutschland ausgezeichnet, die einheitliche Kriterien in Bezug auf Leistungsangebot, Zugangsmöglichkeiten, Ausstattung des Geschäfts und Service erfüllen.

Geschäfte, deren Zertifikat abgelaufen ist oder die noch keines erworben haben, können sich bei der städtischen Wirtschaftsförderung unter Telefon (05721)782152 oder per E-Mail an wirtschaft@stadthagen.de melden. jemi